Zwischenstand

Die Homepage ist jetzt offiziell online. Die letzten Stunden habe ich damit verbracht das Design auszuwählen und anzupassen, mir Gedanken darüber zu machen welche Domain ich haben möchte, wie viel Geld ich bereit bin für das alles hier auszugeben und kam unweigerlich auch dazu mich zu fragen warum ich das überhaupt machen will.

Und um ehrlich zu sein gibt es keinen Grund ausser: ich wills einfach. Ich habe mich schon immer für das Schreiben interessiert, es aber nie ernsthaft verfolgt. Ich hatte als Teenager zwar bereits einen Blog, habe viel Tagebuch geschrieben – heute würde man „journaling“ sagen – und natürlich nutze ich auch Social Media, allerdings waren das immer nur kurze Updates aus meinem Leben. Ich erinnere mich noch an den Anfang der 2010er auf Facebook… das war anders wild was da so veröffentlicht wurde.

In den letzten Jahren wurde das alles aber immer weniger. Den Blog habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr, einen Facebook Account auch schon lange nicht mehr und auf Instagram schaue ich mehr als das ich etwas poste. Jetzt hatte ich das Gefühl ich möchte das wieder mehr machen. Einfach aufschreiben was mich bewegt, wie ich mich fühle und welche Gedanken mir kommen. Da kann man sich natürlich fragen: Muss das ganze öffentlich passieren? Könnte ich das auch einfach auf meinen Rechner speichern? Klar, kann ich. Mache ich auch. Aber manchmal habe ich trotzdem das Bedürfnis es irgendwie zu „teilen“. Es fühlt sich fast so an als wäre man dann Teil von etwas Größerem. Und so sitze ich jetzt hier auf der Couch, den Laptop auf dem Schoß und veröffentliche meinen ersten richtigen Blogpost.

Ich schreibe jetzt seit fast einem Jahr an einer Geschichte über zwei Männer die sich zufällig kennen lernen, unterschiedlicher nicht sein könnten, und sich am Ende – Spoiler – natürlich trotzdem verlieben. Wann die fertig sein wird, weiß ich wirklich noch nicht. Ich habe das Gefühl mich aktuell in vielen Handlungszweigen zu verstricken und den roten Faden zu verlieren – dazu kommen dann noch die ganze weiteren Ideen die bisher nur in meinem Kopf existieren und es noch gar nicht auf Papier geschafft haben. Und so pausiere ich immer wieder und widme mich dann anderen Dingen. Die letzten Monate habe ich viele sehr pornographische Kurzgeschichten geschrieben. Das macht mir auch sehr viel Spaß, muss ich zugeben. Eventuell werde ich davon in den nächsten Tagen schon etwas teilen.